Kleine Katzenkunde

Die sieben Sinne der Katze ein Wunderwerk der Natur.
Im Laufe ihrer Entwicklung hat sich die Katze perfekt an ihre Lebensbedingungen angepasst. Damit ein Überleben als Jäger und Fleischfresser in der Natur möglich ist, wurde die Katze mit einem komplexen, bis ins kleinste Detail ausgefeilten Wahrnehmungssystem ausgestattet.
Die Katze verfügt über den Geruchsinn, Geschmackssinn, das Gehör, die Augen, den Tastsinn sowie spezielle Eigenschaften wie den Orientierungssinn, Gleichgewichtssinn und das Flehmen.
Der Geruchssinn:
Im Gegensatz zum Menschen ist der Geruchssinn bei der Katze viel ausgeprägter. Ohne Geruchsinn wäre eine Katze nicht lebensfähig.
Während eines Atemzuges nimmt die Katze über die in der Nasenhöhle befindlichen Schleimhäute die verschiedensten Gerüche auf.
Von allen Sinnesorganen ist der Geruchssinn der einzige, welcher von Geburt an vollständig ausgereift ist . Es ist lebensnotwendig, dass die Kätzchen sich in den ersten Tagen am Duft der Mutter orientieren. Der Geruchssinn ist ebenfalls dafür verantwortlich, dass die Katze immer die selbe Stelle für ihre kleinen und großen Geschäfte aufsucht.
Bei unsauberen Katzen ist dies ein großer Nachteil, da sie einmal beschmutzte Stellen immer wiederfinden.
Eine große Rolle kommt dem Geruchssinn beim Sexualleben und der Fortpflanzung zu. Auch bei der Nahrungsaufnahme spielt der Geruchssinn eine übergeordnete Rolle.
Bevor eine Katze etwas zu sich nimmt, wird erst alles ausgiebig berochen.
Der Geschmackssinn:
Der Geschmackssinn ist nicht so ausgeprägt wie der Geruchssinn.
Die Katze kann nur etwas schmecken, wenn sie auch riechen kann.
Beide Sinne bilden eine Einheit.
An der Zunge befinden sich Geschmacksrezeptoren, welche eine Unterscheidung von süß, sauer, bitter oder scharf sowie der Temperatur zulassen.

Der Gehörsinn
Im Gegensatz zum Menschen, dessen Hörfähigkeit etwa bei 20 Kilohertz endet, kann die Katze Frequenzen bis zu 50 Kilohertz wahrnehmen.
Selbst wenn die Geräuschkulisse sehr laut ist, kann die Katze sofort hören, wenn bekannte Geräusche dabei sind, zum Beispiel das Öffnen einer Dose Futter.
Katzen können die im Ultraschallbereich liegenden Töne von Mäusen und anderen Nagetieren hören, auch besitzen sie die Fähigkeit, die Entfernung, die Geschwindigkeit und die Bewegungsrichtung auszumachen.
Der Gesichtssinn:
Das Katzenauge ist in Bau und Funktion perfekt dem Leben des fleischfressenden Nachtjägers angepasst . Im Vergleich kann die Katze selbst bei noch so geringem Lichteinfall sehen.

Der Tastsinn:
Die Katze besitzt ein System von Körperteilen, womit sie Reize aus der Umgebung/Außenwelt wahrnehmen kann.
Zu den Körperteilen, welche den Tastsinn darstellen, gehören der hochempfindliche Nasenspiegel, die Pfotenballen und die Sinnes - oder Tasthaare.
Das Flehmen:
manchmal sehen wir unsere Katzen mit einem ungewöhnlichen Gesichtsausdruck, bei dem der Mund leicht geöffnet ist. Dieser geistig abwesende Zustand tritt ein, nachdem Katzen einen für sie höchst erregenden Duft wahrgenommen haben.
Der Orientierungssinn und Gleichgewichtssinn:
Ein ungelöstes Phänomen der Katze ist ihr sogenanntes Heimfinde - vermögen. Es wird berichtet von Katzen, die monatelang in fremden Revieren umherirrten und doch eines Tages wieder in ihr altes Revier zurückgelangten.
Es wird vermutet, dass sie sich dabei an den Sternen, Düften und Geräuschen orientieren. Rätselhaft bleibt auch, weshalb Katzen unmittelbar bevorstehende Katastrophen fühlen können.
Letztlich stellt auch der Gleichgewichtssinn der Katze eine Besonderheit dar. Es ist wirklich erstaunlich , dass Katzen bei einem Fall aus ausreichender Höhe immer wieder auf ihren vier Pfoten landen.
Aufgrund all dieser Eigenschaften und Sinne der Katze wird ihr oft Mystisches nachgesagt. In der Tat sind viele Phänomene im Zusammenhang mit der Katze nicht genau geklärt.

Katzen sind faszinierende Tiere!