Teil 1
Der 10.September 1999 war ein sehr heißer Spätsommer Nachmittag. Ich fuhr mit meinem Nachbar in das Tierheim Wiesbaden, weil seine Minka gestorben war und er sich eine neue Katze holen wollte. Er ist sprachbehindert, und ich sollte für Ihn reden.
Dort angekommen, fragte ich nach dem Katzenhaus. Eine mürrische Tierpflegerin ging mit uns zu dem Gebäude und ließ uns mit den vielen Katzen alleine. Mein Nachbar, suchte sich eine aus, die seiner Minka sehr ähnlich sah, doch die, wollte nichts von Ihm wissen.
Da entdeckte ich ein schwarzes Kätzchen das auf der Fensterbank lag und schlief. Ich fragte nach dem Alter und Geschlecht. Es war ein Kater und er sollte 8 Jahre alt sein.
Mein Nachbar ging auf Ihn zu und der kleine ließ sich von Ihm streicheln, den, nehme ich sagte Er. Ich verhandelte mit der Pflegerin die gab mir den Kater auf den Arm. Er kuschelte sich an mich und schnurrte wie verrückt. Ich sagte, dass das Kätzchen nicht für mich ist. „ Ist doch egal wer Ihn nimmt, antwortete die Pflegerin. Der Vertrag wurde gemacht, dabei stellte sich heraus dass Chaco 1987 geboren ist, also schon 12 Jahre alt war, und nicht 8 Jahre, wie an der Glasscheibe stand.
Wir fuhren nach Hause dabei hatte ich das Kästchen auf dem Schoß und redete dauernd mit Chaco der maunzte fürchterlich anscheinend, gefiel Ihm das Autofahren nicht....

Teil 2 
Also, mein Name ist Chaco wie ihr ja schon wisst, ich hatte ein wunderschönes Zuhause warum ich dort weg musste weiß ich nicht. Plötzlich landete ich im Tierheim dort hat es mir überhaupt nicht gefallen!
Als mich Renate auf den Arm nahm freute ich mich riesig. Ich kuschelte mich ganz doll an sie. Ihre Stimme hat mir gleich gefallen. Die Autofahrt war fürchterlich, aber Renate beruhigte mich und sprach dauernd mit mir, da hörte ich auf zu jammern.

Zuhause angekommen, hat sie mich aus dem Transportkasten gelassen. Ich huschte schnell auf die Fensterbank (mein Lieblingsplatz). Dann kam plötzlich der Mann der nicht reden konnte, auf mich zu (ich hatte fürchterliche Angst vor Ihm) und streichelte mich. Da bin ich unter das Bett geflüchtet, und kam den ganzen Nachmittag nicht mehr hervor.
Am Abend schaute Renate wieder nach mir. Da kam ich dann aus meinem Versteck und habe was gefuttert, plötzlich war das Fenster auf und ich huschte, so schnell ich konnte nach draußen. Gerettet dachte ich! Aber dem war nicht so. Da kam Renate und holte mich rein. Dann ließ sie mich alleine mit meinem neuen Besitzer. Ich hatte begriffen, das dies jetzt, mein Zuhause werden sollte.
Aber, ich rückte immer wieder aus. Begreift der denn nicht, dass ich nicht bei ihm sein will?

Es kam eine wunderschöne Zeit für mich, als mein Besitzer ins Krankenhaus musste. Renate, war jeden Tag 3-4mal bei mir, hat mich gefüttert und ganz doll mit mir geschmust. Ich konnte nicht genug davon bekommen. Am Abend durfte ich sogar zu ihr in die Wohnung. Ich habe es mir dort sehr gemütlich gemacht. Das ging ein paar Wochen so weiter, bis mein Besitzer wieder da war. Zur Begrüßung habe ich ihn gebissen und gekratzt, da war er sauer auf mich und hat mich rausgeschmissen. Ich saß nun auf dem Hof und wusste nicht wo ich hin sollte...
Plötzlich ging die Haustür auf und Renate ließ mich rein. Ich rannte so schnell mich meine kleinen Beinchen tragen konnten die Treppe hinauf zu ihr. Sie schaute mich an und sagte:“ Du kannst nicht bei mir bleiben...
aber, ich wollte doch sooo gerne!!

Renate und mein Besitzer hatten einen Kompromiss gefunden. Ich durfte abends zu ihr, aber das Zurück, war immer eine Katastrophe, dafür sorgte ich schon. Sie musste mich immer runter tragen, alleine bin ich nicht gelaufen, ums verplatzen nicht!
Das ging 1 Jahr lang sehr gut, doch eines Abends hatte ich die Schnauze voll. Immer hin und her jetzt musste ich reinen Tisch machen !